Stärken statt Defizite: Wie Menschen und Teams wirklich wachsen

Entwicklungsdialog
Jasmin
vor 4 Monaten

Stärkenorientierung ist das Herzstück unserer Feedback-Software. Weil wir daran glauben und weil sie wirkt.

Personal- und Teamentwicklung konzentrieren sich oft darauf, Lücken zu schliessen: Wo fehlt es an Skills? Welche Schwächen müssen ausgebügelt werden? In welchen Bereichen fehlt die Entwicklung? Ein Blick in die Forschung zeigt: Wirkliches Wachstum entsteht nicht durch Fokus auf Defizite, sondern durch Stärkenorientierung.

Drei Dinge, die wir aus der Forschung lernen können

Die Psychologie hat sich lange Zeit vor allem mit der Frage auseinandergesetzt, unter welchen Umständen Menschen nicht gut funktionieren. Man spricht von den vier D's: Disease, Damage, Disorder, Disability.

Als neue Denkrichtung entstand in den 1990er Jahren die «Positive Psychologie», die den Fokus darauf legt, was Menschen aufblühen lässt.

Drei Aspekte daraus prägen unsere Arbeit besonders stark:

1) Individuelle Stärken ins Zentrum stellen

Die Forschung zeigt eindeutig, dass Menschen dann ihre beste Leistung abrufen können, wenn sie ihre Stärken täglich einsetzen können. Mitarbeitende brauchen dafür a) ein Verständnis dafür, wo ihre Stärken überhaupt liegen und b) den Freiraum, diese auch einsetzen zu können. Beides setzt die bewusste Entscheidung von Mitarbeitenden und Vorgesetzten voraus, dem Thema Raum und Aufmerksamkeit zu geben.

Fazit: Bei allen Gesprächen über Rollen und Verantwortlichkeiten sollten die individuellen Stärken thematisiert werden. Hochleistungsteams entstehen dort, wo individuelle Stärken voll ausgelebt werden können. [1]

2) Positive Aufmerksamkeit grosszügig verteilen

Feedback führt generell zu mehr Engagement, was wiederum hohe Leistung, starke Mitarbeitendenbindung, geringes Kündigungsrisiko und hohe Zufriedenheit mit sich bringt. Feedback ist aber nicht gleich Feedback.

Studien zeigen: Kritisches Feedback steigert Engagement deutlich. Es wirkt also. Doch der eigentliche Game-Changer ist positives Feedback: Es wirkt bis zu 30 Mal (!) stärker und steigert Leistung, Bindung und Zufriedenheit um ein Vielfaches.

Fazit: Mitarbeitenden gar kein Feedback zu geben führt weder zu mehr Leistung, noch zu mehr Zufriedenheit. Menschen wachsen durch Aufmerksamkeit. Positive Aufmerksamkeit ist mit Abstand am effektivsten.

3) Starke Individuen – starke Teams

Wenn Teams ein Bewusstsein für die individuellen Stärken ihrer Mitglieder entwickeln, entsteht Vertrauen und gegenseitiges Verständnis. Stärken werden zur Basis für eine faire Rollenverteilung und machen sichtbar, wo jede Person am meisten Wirkung entfalten kann.

Fazit: Durch den Fokus auf Stärken erleben Teammitglieder die Vielfalt ihres Teams als Ressource: Unterschiedliche Talente ergänzen sich und machen das Team als Ganzes leistungsfähiger und resilienter.

Was wir mitnehmen können:

Die Wissenschaft zeigt klar, dass stärkenorientierte Entwicklung eine der wirksamsten Strategien ist, um Leistung, Motivation und Gesundheit am Arbeitsplatz zu fördern. Sie schafft Vertrauen, stärkt Teams und erleichtert den offenen Umgang mit Feedback – positiv wie kritisch.

Menon: Das Feedback-Tool mit Stärkenorientierung im Kern

Bei der Entwicklung des Menon Feedback-Tools geben Stärkenorientierung und die Orientierung an neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse die Richtung vor. Willst du mehr darüber erfahren, wie es in der Praxis eingesetzt wird? Dann melde dich für unser kostenloses Webinar an:

«Wirksame Team- und Personalentwicklung mit dem Menon Feedback-Tool» 

Dienstag, 7. Oktober 2025 | 11:00 - 11:45 Uhr

  • [1] Buckingham, Marcus; Gardner, Heidi K.; Gratton, Lynda; Cappelli, Peter. Harvard Business Review; HBR's 10 Must Reads on Performance Management (p. 184).
  • [2] Clifton, D. O. & Harter, J. K. (2003). Investing in Strengths. In K. S. Cameron, J. E. Dutton & R. E. Quinn (Hrsg.), Positive Organizational Scholarship. San Francisco: Berrett-Koehler.
  • [3] Buckingham, Marcus; Goodall, Ashley. Nine Lies About Work: A Freethinking Leader’s Guide to the Real World (p. 139).