Die SBB AppBakery startet die Mission Menon

Work
Kompetenzmodell
Software
Nicole
vor 1 Jahr

Die SBB AppBakery möchte sich als Team weiterentwickeln und den gemeinsamen Fokus schärfen. Eine erste Standortbestimmung gibt Orientierung und zeigt das Potential und die Talente des Teams.

Die Herausforderung 

«AppBakery» heisst das Team der SBB, aus dessen Backstube viele Apps der SBB stammen. Diese Tech-Talents legen Wert auf Selbstbestimmung und ist eines der wenigen Teams innerhalb der SBB, das selbst organisiert ist.

Homeoffice, hybride Meetings und der fehlende physische Austausch haben die bislang gute Teamkultur auf den Prüfstand gestellt. Hinzu kamen strukturelle und personelle Veränderungen. Mithilfe von Menon soll der Teamspirit neu entflammt werden!

👩🏻‍🚀👨🏽‍🚀 Ready for take off

Die Menon Kompetenz-Expert:innen begleiten das AppBakery Team auf ihrer Reise mit intensiven gemeinsamen Work Sessions, Feedback Challenges und regelmässigen Standortbestimmungen.

1) Gemeinsames Verständnis schaffen

Zugegeben, wir waren etwas angespannt, mit Begrifflichkeiten wie «Vision», «Mission» und «Strategie» in den Workshop mit einem Grosskonzern zu starten. Meist ist bereits viel Zeit und Arbeit in diese Themen geflossen.

Doch mal ganz ehrlich, warum stehst du jeden Morgen auf? Was motiviert dich dazu, für dein Team arbeiten zu gehen? Die Sinnhaftigkeit unserer Tätigkeiten und das Involvement der Mitarbeiter:innen sind heute wichtiger denn je. Darum sind wir auf hoher strategischer Flughöhe gestartet, um sicherzustellen, dass ein gemeinsames Verständnis besteht. Denn das ist ein Schlüsselfaktor dafür, dass das ganze Team diese Sinnhaftigkeit in der Arbeit auch erleben kann.

«We don’t want to come to work to build a wall, we want to come to work to build a cathedral.»

Simon Sinek

Das bahnbrechende Team (Insider) hat sich mit wichtigen Fragen zur gemeinsamen Vision auseinandergesetzt, hitzig diskutiert und sich gegenseitig gechallenged, bis die gemeinsame Vision schwarz auf weiss auf dem Flip Chart stand.

Abbildung: Chart aus der Menon Culture Serie “Gemeinsames Verständnis”

2) Welche Werte zeichnen unsere Teamkultur aus?

Damit das SBB AppBakery Team die gemeinsame Vision erreichen kann, haben wir in der zweiten Worksession wichtige Werte bestimmt, die die Zusammenarbeit prägen sollen und an denen sich das Team orientiert. Keine leichte Aufgabe für eine Gruppe von 25 Menschen; sich auf einige wenige, aber wichtige Werte zu beschränken, die im Arbeitsalltag gelebt werden sollen. Entsprechend heiss verliefen die Verhandlungen im Plenum, es wurde argumentiert und gevotet, bis die 9 Werte schliesslich feststanden.

Abbildung: Auszug aus dem Werte-Haltungs-Kompetenz-Modell der SBB AppBakery

Unser Ziel ist die gemeinsame Entwicklung als Team. Dies gelingt uns, wenn wir wissen, wohin wir uns entwickeln möchten und wir ein gemeinsames Verständnis darüber haben, wie wir dieses Ziel erreichen wollen. 

Im Arbeitsalltag möchten wir uns gegenseitig Feedback zu den Werten, die uns als Team wichtig sind, geben. Hierfür werden für jeden Wert beobachtbare Verhaltensweisen (Indikatoren) definiert, die gegenseitig begutachtet werden können. Dank dieser Feedback-basierten Begutachtung werden Potenziale und Talente des Teams und seiner Individuen sichtbar gemacht. Diese Erkenntnisse bilden die Basis zur Entwicklung und Entfaltung der Mitarbeiter:innen sowie des Teams.


3) Wie werden beobachtbare Verhalten bestimmt?

Nehmen wir als Beispiel den Wert “Teamwork”. Bei der Definition der Grundwerte haben wir bereits viel darüber diskutiert, was wir unter gutem Teamwork verstehen. Jetzt geht es darum, konkret zu formulieren, wie wir das beobachten und einschätzen wollen.

Dabei hilft uns der validierte Menon Kompetenzkatalog. Daraus wählt das Team passende Verhaltensweisen (Indikatoren) aus und ergänzt sie mit eigenen Formulierungen.

Aus der Kombination von Werten und Indikatoren entstand ein individuelles Werte- Haltungs- und Kompetenzmodell für das Team der AppBakery.

Abbildung: Beispiel aus einem Werte-Haltungs-Kompetenzmodell

4) Wie leben wir eine Feedback-Kultur?

Die Bereitschaft, eine kulturelle Entwicklung zu durchlaufen, ist Voraussetzung für eine nachhaltige Veränderung im Team. Feedback mag einfach klingen, ist aber höchst komplex, wenn es erfolgreich sein soll. Darum haben wir uns der Frage gewidmet: Was ist Feedback überhaupt und was löst es aus?

Feedback ist eine Rückmeldung meines Verhaltens, woraus ich Erkenntnis gewinnen kann. Das Ziel von Feedback ist letztlich Erkenntnis. Damit das gelingt, müssen gewisse Bedingungen erfüllt und Regeln geklärt sein. Unter anderem haben wir darüber gesprochen, wer wem Feedback geben soll (Selbst-, Fremd- und Peer-Feedback), welche drei Arten von Feedback es gibt (Evaluation, Coaching, Wertschätzung) und wie man diese konstruktiv einbringen kann.

Abbildung: 3 Feedbackarten (Evaluation, Coaching, Wertschätzung)

Menschen benötigen alle drei Arten von Feedback, da diese unterschiedliche Bedürfnisse stillen. Wertschätzendes Feedback ist besonders wichtig und kommt im Arbeitsalltag oft zu kurz, da Leistung als etwas Selbstverständliches betrachtet wird. 

Das AppBakery Team hat als Resultat die Guidelines, wie sie ihre Feedback-Kultur leben möchten, in einem «Menon Feedback Manifesto» festgehalten.

5) Verantwortung klären

Eine gute Feedbackkultur muss erarbeitet und kultiviert werden. Um das zu erleichtern, haben wir im AppBakery Team eine Rolle geschaffen, die sich darum kümmert, dass Feedback und Entwicklung den benötigten Raum erhält: der/die Kulturminister:in.

Als ersten Entwicklungsschritt hat Mladen sein Team animiert, eine ausführliche Standortbestimmung mit Selbst- und Peer-Feedback basierend auf dem erarbeiteten Werte-, Haltung- und Kompetenzmodell durchzuführen.

Die AppBakery ist in den letzten Jahren gewachsen und musste sich gleichzeitig durch allerlei Änderungen im Arbeitsalltag kämpfen; dessen Effekt spürt man im Team. Menon unterstützt uns aber dabei, unseren Teamspirit gezielt zu stärken und auszubauen, wo wir es für am nötigsten empfinden. Als Kulturminister setzte ich mich stetig dafür ein, dass wir alle die uns zur Verfügung gestellten Werkzeuge und Gefässe aktiv nutzen, um uns durch offenes, gegenseitiges Feedback weiterzuentwickeln.

Mladen Branković, Kulturminister SBB AppBakery

Menon Feedback App 

Nicht ganz überraschend haben sich die App-Profis für die Feedback-Erfassung in unserer App Menon Feedback entschieden. Das erarbeitete Modell wird direkt in der App hinterlegt und schon geht's los mit swipen.

Abbildung: Begutachten in der Menon Feedback App

Erste Erfahrungen

12’704 Feedbacks wurden in der ersten Standortbestimmung der 27 Baker:innen vergeben. Feedback zu geben ist anstrengend, und Feedback zu erhalten ist spannend. Wie die Story weitergeht und wie Feedback kultiviert wird, um den Team Spirit positiv zu verändern, hören wir hoffentlich bald in einem nächsten Blog.

Du möchtest mit deinem Team auch auf eine Menon Expedition starten? Hier gehts zu unserem Angebot Menon für Organisationen.