Wir verwenden Cookies, um die Qualität unserer Dienste zu verbessern und den Datenverkehr zu analysieren. Mehr erfahren
Wie wir es geschafft haben, dass 360°-Feedback uns nicht mehr den Schlaf raubt
360°-Feedback kann zu Entwicklung und Erfolg führen – oder im totalen Chaos enden. Vier Dinge entscheiden, in welche Richtung es geht. Dazu gleich mehr.
Für alle, die mit dem Begriff noch nicht ganz vertraut sind, ein kurzer Überblick:
Anstatt in der Führungs- und Personalentwicklung nur auf das klassische Feedbackgespräch zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden zu setzen, werden in einem «Rundum-Blick» Rückmeldungen aus verschiedenen Perspektiven eingeholt – zum Beispiel von Vorgesetzten, Kolleg:innen, Mitarbeitenden (Feedback an Führungskraft) oder externen (Kund:innen, Projektpartner:innen etc.).
Diese Rückmeldungen werden dann der Selbsteinschätzung gegenübergestellt.
Kommen wir direkt zu den Pain-Points mit 360°-Feedback-Umfragen:
Pflichtprogramm mit grossem Aufwand: Mehrere Fragebögen, verschiedene Beteiligte, analog und digital, langwieriger Perspektivenvergleich: 360°-Feedback kann schnell sehr, sehr aufwändig werden.
Unübersichtliche Auswertungen: Ja, Äusserlichkeiten spielen hier eine Rolle. Oft sind Ergebnisse schlecht visualisiert oder überladen. Das führt eher zu Verwirrung als zu Erkenntnisgewinn.
All die Mühe und es passiert: Nichts. Wenn Feedback-Prozesse lange dauern und kompliziert sind, zehrt das an der Energie für das, was wirklich zählt – Entwicklung.
Gutes Feedback braucht Übung und eine passende Kultur. Unkonkretes positives Feedback à la «Du bist immer so nett!» bringt niemanden wirklich weiter und unfaires kritisches Feedback kann stark demotivieren.
Trotz aller Herausforderungen kann 360°-Feedback viel bewirken – wenn man es richtig einsetzt.
Gutes Feedback aus verschiedenen Perspektiven kann Verhaltensmuster aufdecken, die dir selbst nicht bewusst sind. Es gibt Anhaltspunkte für Fragen, die dich vielleicht schon lange beschäftigen: «Wie lande ich immer wieder in hitzigen Konflikten?», «Warum kommen immer alle zu mir, wenn es irgendwo brennt?», «Warum werde ich nie für eine Projektleitung ausgewählt?».
Dinge, in denen wir stark sind, erleben wir selbst oft als Selbstverständlichkeit. Erst der Blick von aussen schafft es, uns darauf aufmerksam zu machen, dass wir ein aussergewöhnliches Talent haben. Dieses Talent weiter auszubauen ist der Schlüssel zu Erfolg und Erfüllung bei der Arbeit.
Regelmässige und strukturierte Feedback-Umfragen fördern eine offene und direkte Kommunikationskultur im ganzen Unternehmen.
Fazit: Gut durchgeführt, kann 360°-Feedback überzeugend viel bewirken. Wir haben 4 Punkte zusammengestellt, die – wenn befolgt – eine solide Basis für wirksames 360°-Feedback bilden.
Die richtigen Personen befragen. Idealerweise bestimmt die Person, die Feedback erhält, mit wer befragt wird. So wird sichergestellt, dass nur Menschen Feedback geben, die die Person im Arbeitsalltag erleben und die in der Lage sind, ehrliches, nützliches und faires Feedback zu geben.
Weniger ist mehr. Fünf gute Fragen bewirken mehr als 50 Seiten Fragebogen. Beispiele: «Setze ich meine Stärken in der Arbeit gut ein?», «Bringe ich Aufgaben und Projekte entscheidend voran?», «Hast du das Gefühl, dass ich mich fachlich und persönlich entwickelt habe in letzter Zeit?», «Trage ich aktiv zu einem guten Miteinander bei?».
Auswertungen mit Mehrwert. Die Daten sollten nicht «nackt» übergeben, sondern in Kontext gesetzt und die Perspektiven sinnvoll gegenübergestellt werden.
Der nächste Schritt folgt zeitnah. Damit Feedback etwas bewirkt, muss es zeitnah gemeinsam reflektiert werden mit einer vorgesetzten Person oder mit einem Coach. Daraus entstehen konkrete Entwicklungsziele und nächste Schritte, die in Follow-Ups regelmässig überprüft werden.
Gib 360°-Feedback noch eine Chance. Die oben vorgestellten Erfolgsfaktoren und/oder unsere Feedback-Software helfen dir dabei, mit wenig Zeitaufwand viel Wirkung zu erzielen. Ohne Chaos.
Weiterlesen:
Jack Zenger Joseph Folkman: «What Makes a 360-Degree Review Successful?», Harvard Business Review https://hbr.org/2020/12/what-makes-a-360-degree-review-successful
Vielleicht bist du jetzt wieder motiviert, 360°-Feedback eine Chance zu geben. Voraussetzung: Es soll einfach, schön und wirksam sein. Teste jetzt unsere Software «Menon Feedback» – die wir konsequent auf den obigen Erfolgsfaktoren aufbauen.